Precision in Sound - page 3

Fundamentale Fragen
Bei einem ausgiebigen Gespräch, welches ich mit Daniela
Manger am Rande einer Produktpräsentation in Zürich führen
durfte, hat sie mir erzählt, dass die Z1 am besten auf schwe-
re Lautsprecherständer gestellt werden sollten, um ihre Stär-
ken voll auszuspielen. Ich habe mich an den Rat gehalten und
sehr schwere, sandgefüllte Ständer benutzt, die zum Glück
die richtige Höhe für die Z1 hatten. Leider geht auf solch klo-
bigen Ständern klassischer Machart
die elegante Erscheinung
der Z1 verloren. Hier würde
ich mir von Manger einen
passenden Lautsprecher-
ständer wünschen, wie es
ihn etwa für die kompakte,
aktive C1 gibt. Dann käme
auch das elegante Design
der Z1 voll zur Geltung.
Nach einigen Versuchen
ausgehend von einer wand-
nahen Platzierung bin ich
bei einer Aufstellung mit
einem Abstand von einem
Meter zu den Seitenwän-
den und 1,60 Meter zur
Rückwand gelandet. Inter-
essanterweise fühlen sich
an diesem Platz die mei-
sten Lautsprecher, die in
meinem Wohnzimmer auf-
spielen durften, am wohl-
sten. Das ist wieder ein Be-
leg dafür, dass der Raum
bei der Wiedergabequalität
eines Lautsprechers einen
evidenten Anteil hat. Abso-
lute Pflicht ist die genaue
Ausrichtung der Lautspre-
cher auf den Hörplatz hin,
sonst drohen Verluste im
Hochtonbereich.
Klang & Gefühl
Und wie klingt er denn nun, der lange erwartete Manger-
Schallwandler? Zuerst fällt überhaupt nichts auf. Im Gegen-
satz zu vielen anderen Lautsprechern, die ganz offen mit ihren
Reizen hausieren gehen – anspringender Hochton, ultratiefer
Bass etc. –, hält sich die Z1 erst einmal zurück. Dieser Laut-
sprecher will also »erfahren«, von einem erfahrenen Hörer
geschätzt werden. Je länger man sich mit ihr auseinander-
setzt, desto weiter verlässt man die HiFi-Gefilde. Der Z1 geht
es nicht um Auflösung, dreidimensionale Räumlichkeit,
schnellen federnden Bass – das ist alles wie selbstverständ-
lich vorhanden und zwar auf höchstem Niveau. Der Manger
jedoch mit gut 37 Zentimetern recht tief. Wie diese Monitore
verfügt die Z1 über einen 8-Zoll-Tieftöner, welcher jedoch
kein Tiefmitteltöner wie bei den Engländern ist, sondern als
reiner Bassist nur bis 360 Hertz mitspielen darf. Er sitzt zudem
in einem geschlossenen Gehäuse, damit er nicht die Impuls-
treue des MSW konterkariert, sondern sehr schnell ein- und
auch wieder ausschwingt. Diesen Bass lässt Daniela Manger
bei ScanSpeak genau nach ihren Vorstellungen anfertigen.
Der MSW spielt somit über acht Oktaven, man kann also mit
Fug und Recht behaupten, dass die Manger
Lautsprecher quasi Vollbereichs-
wandler mit Bassunterstüt-
zung darstellen. Dieses
Konzept sowie die Eigen-
schaften des MSW lassen
eine gute räumliche Darstel-
lung mit einem impuls-
schnellen, knackigen Bass
erwarten.
Feine Architektur
Das sehr stabil gebaute
Gehäuse ist sicher auch ein
Garant dafür, dass das
klangliche Konzept aufgeht.
Beim Design aller Gehäuse
der neuen Manger-Serie
hat übrigens ein Architekt,
der in Personalunion auch
den Schweizer Vertrieb für
Manger-Produkte managt
und ein eigenes HiFi-Studio
betreibt, mitgewirkt. Groß-
zügig verrundete Kanten
und die glatte, lackierte
Oberfläche lassen einen
Hauch von Bauhaus-Archi-
tektur wieder aufleben.
Da wir gerade beim
Gehäuse sind, möchte ich
in einem Exkurs zum Intro
und damit zum Thema »Ma-
de in Germany« zurückkommen. Es ist in diesen Tage Mode
oder kalkulatorischer Zwang, die Boxengehäuse in Asien fer-
tigen zu lassen – so gut wie jeder Lautsprecherhersteller geht
diesen Weg. Bei Manger werden die Gehäuse nach wie vor in
Deutschland von einem qualifizierten Schreinerbetrieb bezo-
gen. Die MSW werden in Mellrichstadt bei Manger im Manuf-
akturbetrieb hergestellt, und die Weichenbauteile sowie die
NextGen-Bi-Wiring-Lautsprecheranschlüsse kommen eben-
falls von renommierten deutschen Herstellern, nämlich Mun-
dorf und WBT. Nur der Tieftöner ist nicht »Made in Germany«
– unterm Strich und nach den Richtlinien der Ursprungsland-
bestimmung ist damit dennoch jeder Manger-Lautsprecher
ein urdeutsches Produkt – made in Germany eben.
L
O
U
D
S P E A K E R
per unit don’t fit into this category. The dimensions are
geared to classic British monitors such as Sp ndors
BC1 etc. which are between 20” and 24” high, about
12” wide and 15” deep.
Lik these monitors th Z1 comes with an 8” woo-
fer which in contrast to the English models does not
fun tion as a low mid speaker, since its upper range is
lim ted at 360 Hertz. Moreover it is housed in a seal d
enclosure, so that it cannot in erfere with the impulse
fidelity of th MSW, but xhibit a rapid transient
respons . This b s speaker is ma-
nufactured at ScanSpeak
according to Daniela Man-
ger’s exact specifications.
With a frequency range
of eight octaves the MSW
can justifiably be called a
fullrange transducer with
bass support. This con-
cept in combination with
the characteristics of the
MSW are optimum condi-
tions for good spatial ima-
ging and a crisp bass with
rapid impulse response.
Fine Architecture
The solid cabinet de-
sign ensu es that the sonic
concept orks. By th way,
the cabinet design of the
new Manger series has
mainly been developed
by an architect, who also
manages the Swiss distri-
bution of Manger products
and runs his own hi-fi sto-
re. Generously rounded
edges and a smooth lac-
quer finish pay homage to
Bauhaus architecture.
Talking about cabinets I would like to make a litt-
le excursion to the introduction of this review and the
label “Made in Germany”. Nowadays is has become
fashionable or necessary for financial reasons to
have the loudspeaker enclosures manufactured in
Asia – almost every speaker manufacturer does so.
At Manger the enclosures are still obtained from a
qualified carpentry in Germany. The MSWs are hand-
crafted in Mellrichstadt at the Manger factory and the
crossovers as well as the NextGen bi-wiring loudspe-
aker connections also come from renowned German
manufacturers, namely Mundorf and WBT. Only the
bass speaker is not “Made in Germany” – but at the
end of the day and according to the guidelines of the
rules of origin every Manger loudspeaker is a thoro-
ughly German product: Made in G rmany in the tru st
sense of the word.
Fundame tal Questio s
At a product presentation in Zurich I had an extensi-
ve talk with Daniela Manger and she recommended to
put the Z1 on heavy speaker stands
to fully enjoy its sonic strengths.
I followed her advice and
used very heavy stands
filled with sand, which
fortunately had the right
height for the Z1. Unfortu-
nately these clunky “clas-
sic” stands did not match
the elegant appearance
of the Z1 at all. Hopefully
Mang r will soon provide
a suitable speaker stand
like they already did for
the compact active C1.
This would emphasize the
elegant esign of he Z1
much better.
After sev ral placement
tests, which I started close
to he w ll, I opted for a di-
stanc of 1 meter from the
side walls and 1.6 meters
from the back wall. Int -
restingly enough, the ma-
jority of the loudspeakers,
which I tested in my living
room, liked this location
best.
This proves once again
that the room is largely
responsible for the repro-
duction quality of loudspe-
akers. In addition the speakers must be exactly aligned
to the listening position to avoid deficiencies in the
high frequency range.
Sound & Emotion
So how does the long-await d Manger Sound
Transducer sound? At first nothing strikes you, actual
ly. Compared to many other loudspeakers, which rea-
dily sho off their strengths – brilliant highs, ultra-low
bass – the Z1 k eps a low profile. This loudspeaker
wants to be experienced and appreciated by a mu-
sic connoisseur. The deeper you dive into the Z1, the
more you leave the hi-fi realm. The Z1 does not focus
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